André Alabasters Debut-Album MOTEL LIGHT ist ein, in 12 Songs gegossener Reisebericht durch die Jahre und Gezeiten. Pünktlich zum Erscheinen der CD das Live-Konzert im Societaetstheater. Musik, die man am liebsten im fahlen Licht der Stehlampe, in einem einsam gelegenen Motel oder auf der Überfahrt zu einer autofreien Insel hört - natürlich mit Blick aufs Wasser. Oder eben in einem Theatersaal mit entsprechend diffuser Beleuchtung. So kann man sich gut an verflossene Bekanntschaften, verpasste Gelegenheiten und verschwundene Gefährten erinnern, ohne darüber zu verbittern. MOTEL LIGHT erzählt vom Entstehen und Vergehen der Liebe, von schmerzlichen Abschieden, Seemannsbräuten in abgewrackten Hafenkaschemmen, ruhelosen Vagabunden, Gangstern und armen Mädchen, die sich auf den immer falschen Wegen verlieren. Klischees werden hier mit einem Augenzwinkern aufgenommen und bereitwillig kolportiert und geraten gerade deshalb nicht zu weinerlichen Seufzern über eine ach so schreckliche Welt. Damit begibt sich André Alabaster in die Fußstapfen traditioneller Singer/Songwriter, denn auch Legenden wie Leonard Cohen oder Scott Walker verbanden pittoreske Melodien und düstere Motive stets mit einem ironischen Blick auf den Boden des halbvollen Whiskyglases. Die Arrangements auf MOTEL LIGHT sind reduziert auf das Wesentliche, oft bestimmen unverbogene Klänge von Akustikgitarre und Piano das Klangbild.
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