
Was soll ich euch erzählen?
Ich weiß nicht so recht, was ich über den Text
sagen soll.
Er hat mich
angerührt, traurig gemacht und gleichzeitig beinahe zuversichtlich. Das bei mir zu erreichen, ist fast ein Wunder. Keinen winzigen
Augenblick war mir peinlich oder unwohl zumute. Dabei, das gebe ich gern zu,
war ich über die Gestik des Sängers zuerst äh leicht verwundert. Tatsächlich
dachte ich irgendwas in der Art wie: Oje! Schon wieder so einer.
Aber da hatte
mich das Lied schon voll erwischt.
Und ganz
plötzlich passte alles.
Sogar die
fast an Pantomime gemahnenden Gesten.
Je länger ich
zuhörte und schaute, schienen auch die Bewegungen eine Geschichte zu erzählen.
Oder die Geschichte ganz eindrucksvoll zu untermalen, die ICH sah, während ich
mir das Video anschaute.
Ja!
Das Video.
Das ein so außergewöhnliches Kunststück fertigbringt, wie ich es selten erlebt
habe. Eigentlich erzählt es nur eine kleine Geschichte. Sehr ruhig, sehr leise
und in ganz unaufdringlich blassen Farben. Wie gesagt. Eine - auf den ersten
Blick - gut gemachte kleine Geschichte. Nichts weniger. Aber sehr viel mehr.
Denn während ich zuschaute und zuhörte, wurden die Bilder immer nebelhafter,
bis ich am Ende eine schon vergessene Episode aus meiner Vergangenheit
sah.
Ich denke
mal, ich brauche nicht meine übliche Neugier zu befriedigen und andere zu
fragen. Denn ich bin fest überzeugt, dass die meisten genauso fühlen. Wie ich.
Wenn sie sich an ihren einen Augenblick erinnern. Und zu Graf von
Unheiligs Worten einen Luftsprung machen wollen, nur weil sie sich erinnert
haben.
Mein bester
Graf!
Sie sind ein
singender Hypnotiseur der Extraklasse.
Ein
träumender Poet.
Wofür ich
hiermit danke!....

blah