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Petra MS

lifeline

Bevor jetzt ein paar cm weiter unten "das fallende Ende auf der Gate Brücke" zu lesen ist, möchte ich noch ein paar Worte loswerden....wem das zu langweilig ist, bitte einmal kurz weiterscrollen und auf der linken Seite fängt das Gedicht an.


Hallo an alle Poesie- und Kurzgeschichtenfans,
meine Homepage www.lifelinepoesie.de ist entstanden, die ich Euch somit zum Lesen ans Herz legen möchte. Dort gibt es auch noch einen weiteren Schreiber von Texten, Michael Bergmeister. Weitere Kooperationen mit anderen Schreibern sind geplant.
Hier auf dieser myspace Seite sind die neuesten Gedichte zu lesen. Um weitere Texte kennenzulernen, möchte ich Euch bitten, auf die www.lifelinepoesie.de Seite zu gehen und Euch dort umzusehen (nein, es gibt dort keine Waschmaschinen zu kaufen, ihr könnt euch ruhig trauen). Dort kommt ihr per button wieder zurück auf die myspace Seite. Kommentare lese ich nach wie vor natürlich gerne. Die können hier auf der myspace Seite geschrieben werden und auch ins Gästebuch der Homepage
www.lifelinepoesie.de

In "lifeline" werden alle Facetten des Lebens angesprochen, auch Schmerz, Selbstmord und Tod. Nein, die schönen Seiten werden nicht vergessen.
Wem es gefällt, kann gerne den Gefällt mir Button/ Like Button oben rechts benutzen ;o). Da freue ich mich natürlich auch, wenn ihr Euch dazu durchringen könnt. ;o)))
Eine komplette Nachbearbeitung aller Texte wird noch erfolgen. (alle Texte copyright by Petra MS) und bitte keine Spieleanfragen über myspace....

Soll ich für Dich ein Gedicht schreiben? Anfragen bitte unter info@lifelinepoesie.de

In Planung für die Zukunft: ein Buch

bereits verwirklicht: Gedichte als Videos

zu verfassen, die in Kooperation mit

einem sehrnetten Menschen entstanden

sind

meine youtube Seite:

www.youtube.com/lifelinepoesie



Dort würde ich mich natürlich über zahlreiches Erscheinen, Freundschaftsanfragen und sachliche Kommentare freuen. Und natürlich über einen Besuch auf der Seite des Videoerstellers, der auf der youtube Seite genannt wird und der selbst ein sehr interessantes Projekt hat.

Eine kleine Anmerkung noch zum Blog hier. Er funktioniert seit längerem nicht mehr. Also darauf zu gehen lohnt sich nicht so ;o). Wer aber dazu eine Lösung hat, kann sie mir gerne mitteilen.

das fallende Ende auf der Gate Brücke

ein erfolgreiches leben eines mannes
vielleicht ein normales
er hatte kinder
eine frau
ein auto
eine arbeit


gut ging es ihm
fast zu gut
als an einem tag schmerzen
in seinen körper traten
unwohlsein
schwindel
übelkeit
er wurde unsicher
ging zum arzt

und ließ sich untersuchen

nun saß er hier im wartezimmer
sein name erklang
neutral
fast wie auf einem bahnhof
leise aber noch mit festen schritten
betrat er dieses arztzimmer


er setzte sich
versuchte zu lächeln
doch der arzt
auf der anderen seite des tisches
machte ihm angst
denn er las in seinen unterlagen
keiner durchbrach das Schweigen
bis der in weiß räusperte
und anfing zu reden
also Herr Meier
wir haben die ergebnisse
es sieht nicht gut aus für sie
in watte gehüllte worte
noch 3 monate
dumpf die laute
höchstens
wir
können
wirklich
nichts
mehr
für
sie
tun


diese worte erreichten sein ohr
kamen ihm vor wie schüsse auf ihn
ein verwundetes tier
das haltlos jetzt zur flucht ansetzte
aufstand
dabei den stuhl umkippte
und panikartig das gebäude verließ


er rannte
soweit ihn seine füsse trugen
alles schmerzte in ihm


er spürte den wind in seinen haaren
leise schien er ihm zuzuflüstern
komm zu mir
ich werde dich tragen
ins licht der unendlichkeit
es wird deine schmerzen aufnehmen
deine angst vor dem tod
oder wars die vor dem leben?
deine unsicherheit
ist mein antrieb
auf dem weg zu deinem inneren frieden


auf dieser hohen brücke
über dem wasser eines flusses
in dem sich die ersten sonnenstrahlen spiegelten
kletterte er
selbständig im leben gewesen
wie ein kleines kind
vorsichtig das geländer hoch
die schmale brüstung trug ihn
wie lange würde sie im die sicherheit geben
die er jetzt so sehr brauchte
und die ihm keiner geben konnte


seine füße spielten mit den zentimetern
bis ins nichts
bis in den freien fall
der wind
ungeduldig ließ er ihn wanken
nein
es gab keine schranken mehr


er breitete die arme aus
blinzelte kurz im sonnenlicht
kurz sah er die schönheit der natur
als er sich langsam fallen ließ
in die tiefe ohne wiederkehr


innerlich hörte er seinen schrei
war er das wirklich
er schien zu fliegen
im freien sturz ins niemansland

der vogel des todes
vereinte sich mit ihm
und sie glitten gemeinsam
in eine andere welt des vergessens
und der ruhe hinein...
hinein in den sonnenuntergang



Der verlassene Leuchtturm


ein Leuchtturm
an der Küste
einsam
verlassen
und ohne Funktion
man sie ihn in den letzten Jahren
nie strahlen
doch munkelten sich
die Gespräche darum
bei Vollmond zum Beispiel
hörten die Leute im Dorf
schreckliche Stimmen aus ihm
doch keiner nahm es ernst
und so blieb er der Leuchtturm
einsam
verlassen
und ohne Funktion

auch war er Thema
von kleinen Gruselgeschichten
die man sich am Lagerfeuer
in langen Nächten erzählte
natürlich bei einer Buddel Rum

doch an einem Abend
ändert scih die Story des Dorfes
und die des dort stehenden Turmes

mit grellem Licht
zeigte er seinen Standort an
weit über die See
konnte man die weiße Lampe sehen
doch keiner wußte warum

die mutigsten Männer zogen aus
das Geheimnis zu ergründen
und fanden vor
die immer verschlossene Tür

im inneren des Baus
Gejaule und Geheule
doch keiner wußte warum

Tage später jedoch verschwanden
10 Männer aus ihrem Kreis

heimlich
ohne Worte
unheimlich
trafen sie sich
am Fuße des
Turms
betraten ihn
langsam
sich ihrer Sache bewußt
und sicher
mit Benzinkanistern in der Hand

die unheimlichen Geräusche der Vortage
begleiteten sie die Treppe hoch
Schritt für Schritt
Absatz für Absatz
bis sie
auf der runden Plattform angekommen waren

dort bildeten sie eine Formation
entlang des Geländers
übergossen sich mit Benzin
und im Schein des Leuchtturms
zündeten sie sich an

mit einem gellenden Schrei
aus dem der Name
Josephineeeeeeeeee
zu hören war
stürzten sie sich gleichzeitig
den Leuchtturm hinab
sie sahen fast aus wie
Sternschnuppen
in diesem fatalistischen Moment
Josephine
wer warst du nur?

to be continued in Kürze





Die Möwenfrau



eins mit der Natur
beobachtete sie schon lange den Menschen
an der See
wie er
versteckt vor anderen
sein Werk nachts vollbrachte

sie schwebte über ihm
als er in der Dunkelheit
wenn andere schliefen
dreckige Fässer
mit einer Aufschrift
ins Wasser warf
eins
und noch eins
und......

sie hatte aufgehört zu zählen
jetzt wußte sie
was dieser Abfall für das Wasser bedeutete
am Anfang noch nicht
nein
aber jetzt
und ein Plan in ihr begann zu gären
als sie
unter dem strahlenden Sternenhimmel
den sie so liebte
diesen Frevler immer wieder verfolgte
nun packte er wieder
diesen Müll auf sein Schiff am Hafen

sie schwebte heran
mit ihrem ausgebreiteten Gefieder
das im Vollmond glänzte
ganz langsam
lautlos
jetzt im Sinkflug
ihre Beine setzten auf den Boden auf
das Gefieder legte sich eng an ihren Körper
und die Verwandlung begann
die Metamorphose
vom Tier zum Mensch
zur Möwenfrau

ein Wesen das einen Plan umsetzen wollte
einen Teil der Natur wieder zu retten
auf ihre Weise

die Möwenfrau lauerte dem Menschen auf
nach dem letzten Fass des Giftes
seine Müdigkeit war groß
ihre Macht stärker als seine
als sie ihn abfing
und in der dunklen Einsamkeit
an einen Pfahl fesselte

sein Messer steckte in seiner Brust
zwei Angelhaken in seinen Augen
die sie unermüdlich offen hielten
so der See zugewandt
fand man ihn im Morgengrauen

die Möwe war längst verschwunden
zufriedene Laute kamen aus ihrem Schnabel
als sie über die Muschelbänke zum Horizont flog




Der Tod des mp3 players


oder: die trügerische Ruhe

Jahre vergehen
wie eine Ewigkeit
die Stunden verrinnen
wie Sandkörner
die durch seine Finger rieseln

er ist alleine geblieben
alleine mit seinen Gedanken
alleine mit seinem Leben

Musik ist sein Begleiter
Melodien seine Stimme
der Blick in den Himmel seine Bestätigung
da gibt es einen Stern
der nur für ihn geschaffen ist

jeden Abend
auf seiner Wanderung durch die Natur
sieht er den Stern der Zukunft
klar und rein
weist er ihm den Weg

in seiner Hand spürt der den mp3 player
er braucht die songs zur Entspannung
zum Leben
für seine Ruhe
er ist seine Geliebte in einsamen Stunden
die zärtlich seine Gedanken umschmeichelt

seine Haut bildet eine Einheit
mit diesem kleinen Ding der Technik
sie fährt langsam über die glatte Oberfläche
die mit glitzernden Farbreflexen
die Musik in seinen Ohren wiedergibt
seine Finger halten es fest
wie eine Hand

Note für Note
song für song

doch jetzt
auf einmal
die Störung seiner Ruhe
diese Musik
weckt spontanes Trauma
der Schmerz in seinem Kopf
dröhnend
innerhalb Minuten
ist er ein anderer Mensch
der Mensch von früher
der Mensch seiner Erfahrungen
der Mensch in der Hölle seines Lebens

seine Wut fließ in seine Hand
seine Muskeln umschließen dieses technische Ding
mehr und mehr
immer fester
stärker
intensiver
er drückt zu
mörderisch
bis es knackt
und wieder
und wieder
kleine Einzelteile sind zu spüren
spitze Teile bohren sich in seine Haut
verletzen ihn
sein Blut läuft
der Schmerz
läßt ihn wieder zur Besinnung kommen
es rinnt auf den Boden der Natur
und vereinigt sich
mit dem Grundstein seiner Ruhe.

Er geht weiter
und schleift eine rote Spur der Vergangenheit mit sich.




Warum nur....



er saß zu Hause
war in zerfressender Angst
und Hoffnungslosigkeit
verstand diese kalte Welt nicht mehr
sein altes Leben war zerstört
es war zu spät
die perfekten Dinge
seine Heimat
die er geliebt hatte
waren nicht mehr


er fragte sich
warum nur
ewig
Stunde für Stunde
Minute für Minute
Sekunde für Sekunde
schmerzhaft tropfende Zeit
warum nur
niemand gab ihm eine Antwort
niemals mehr


er saß an einem Eichentisch
eine Anschaffung seiner Frau er hasste Eiche
aber
mein Gott
es war doch egal
seiner Frau zu liebe tat er es
und kaufte das Ding
vor Jahren
vor Jahren
da war die Welt noch in Ordnung für ihn

seine Hände umschlossen seinen Nacken krampfhaft
an sich selbst Halt suchend
an wem sonst
er fühlte sich leblos
Wut stieg in ihm auf
sein Kopf schlug mehrmals
wie von einer fremden Macht geführt
auf die Tischplatte vor ihm
endlich ein Schmerz in sich
und Leben
erlösende Tränen
ließen seinen Gedanken freien Lauf

und er fragte sich wieder
warum nur
ewig jede Stunde
warum nur
niemand gab ihm eine Antwort
niemals mehr
ein Tagtraum
Gedanken
eine Vision
ein Wahn
sein Leben war in Ordnung
als seine geliebte Frau ihn Morgens früh
mit seinem kleinen Sohn verließ
ihr Kuss verursachte
ihm jedes mal ein Schauern
noch Minuten später
die Worte seines Sohnes im Ohr
Papa hab dich lieb
sein Leben war einzigartig
im Büro ging er seiner Arbeit nach
vertieft um Stunden
mit leiser Musik aus dem kleinen Radio

er hörte kaum die Glocke der Tür
als er in Gedanken
zwei Polizeibeamten die Türe öffnete
aus weiter Ferne
wie in einem Film
hörte er ihre gefühllosen Stimmen
seine Frau war bei einem Autounfall
ums Leben gekommen
sein Sohn war tot
verursacht
ein Lebensdrama
durch einen grossen Stein
Kinder warfen ihn
von der Brücke
er traf ihr Auto
und vollendete das Schicksal
seiner kleinen Familie

sein erster Gedanke
nach dem Grund
seine Frage
nach dem Grund
kein Mensch
gab ihm eine Antwort
und
er blieb
allein




Brudermord 1. Teil



kurz bevor seine Familie schlafen geht
verlässt er das Haus
klammheimlich durch die Hintertür
wie ein Dieb in der Nacht
in der Dunkelheit
Sterne am schwarzen Himmel
sie leuchten auf den Wald
auf den Kiesweg
den er grade mit seinen Füssen betritt
die kleinen Steine knirschen unter seinem Gewicht
dem Gewicht seines Körpers und seiner fatalistische Gedanken
sie durchziehen sein Hirn
immer wieder durchgespielte Szenarien
Gedanken
Gefühle
Gewalt verherrlichende Fantasien
seine Eltern haben ihn immer und immer wieder vernachlässigt
ihm nicht zugehört
ihm nicht vertraut
jetzt ist er 13
in einer Zeit der großen Fragen und Unsicherheiten
alleine in seinem Leben
und wer ist schuld
na wer wohl
sein kleiner Bruder
zwei Jahre ist er gestern geworden
sie kümmern sich nur um ihn
und er
er ist ihnen egal
in seinem Kopf flüchtete er in die Dunkelheit
um dem Schmerz zu entgehen
jetzt flüchtet er in den Wald
in die Realität
um seine Fantasien lebendig werden zu lassen


geduldig wartend sitzt er auf einem Baumstamm
wartend bis Mitternacht
alles ist vorbereitet
für den finalen Showdown
der für immer seine Sorgen und Nöte auslöschen soll
Punkt 12 geht er zurück
wieder denselben Kiesweg
vorsichtig
lautlos diesmal
das ihn niemand hört
Schritt für Schritt


am Haus angelangt steigt er ins Fenster seines Bruders ein
er hatte es offen gelassen
laue Luft weht hinein
zum Glück ist es Sommer
der Sommer der Vergeltung
der Sommer
in dem seine Schmerzen ein Ende finden sollten


mit seinem friedlichen Bruder im Arm
verlässt er das Haus
auf demselben Weg
den er gekommen war
alles lief glatt
er lächelte ein wenig vor sich hin
wie tausendmal durchgespielt
begibt er sich jetzt auf dem Weg zum Steg am glitzernden See
der Vollmond lässt tausend kleine Engel auf ihm tanzen
die Engel
ja sie warten auf das kleine Kind
das er einer von ihnen werde
der 13 jährige hob seinen schlafenden Bruder gen Himmel
und warf einen letzten spöttischen Blick auf ihn
als er ihn danach wie Abfall
im See der Vergeltung entsorgte
und die kleinen Engel nahmen ihn auf in ihren Reigen
langsam ging er zurück zum Haus
und niemand würde wissen
das der angeblich so liebende Bruder
eine Lebensschuld auf sich geladen hatte


Brudermord 2. Teil



die Wochen gingen ins Land
den kleinen Bruder man fand
in dem See
aufgedunsen
und zerstört von der Natur
sie
die dem Menschen das Leben schenkte
half dem Tod
sein Werk zu vollenden
Schmerz kam über Menschen
an dem Haus
an dem Wasser
wo alles geschah


die Eltern
sie weinten
sie tobten
sie haßten
und mittendrin der Mörder
mit dem Gesicht eines Trauernden
mit den Tränen eines Liebenden
mit den Gedanken aus Spott und Hohn
endlich
hatte er sein Ziel erreicht
endlich
konnte wieder alles so werden wie vorher
die Trauer würde versiegen
klar
es würde eine Zeit dauern
meinte er
geduldig
wie ein Bettler am Straßenrand
buhlte er um die Liebe seiner Eltern
wie um ein paar Cent
seine Lebensschuld fraß sich
ganz langsam durch seine Gedanken
und Nachts kam sein kleiner Bruder im Traum
sein Gesicht ist deutlich zu sehen
in einem tosenden Sturm
über dem Wasser der Vergeltung
eine Stimme klang in seinem Kopf
du warst es
du hast mich getötet
und die kleinen Engel auf dem See
spielten dazu eine grausame Melodie
und es war nicht die des Vergessens



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ein Spaziergang in einer Sommernacht



vertrauensvoll nimmst du meine Hand
die Wärme deines Körpers geht mir unter die Haut
ich spüre den Ehering an deinem Finger
Jahre schon sind wir verbunden
du streifst mit mir durch das Dunkle der Nacht
wo willst du mit mir hin

feiner Regen setzt ein
als wir auf der Lichtung ankommen
bei der kleinen Brücke
an der du jeden Tag vorbeifährst
wenn du für deine Familie sorgst
jetzt nimmst du meine zweite Hand in deine
küsst mich
als ob es kein Morgen gäbe

der Regen durchnäßt dein T-shirt
ich ziehe es dir aus
fahre mit der sanften Haut meines Mundes
über die Konturen deines Körpers
du magst das
ich weiß es genau
mit der Zunge gleite ich entlang dem Bund deiner Hose
deine Erregung ist zu fühlen

Regen fällt auf uns
die kleinen Tropfen berühren dein Gesicht
und umspülen es
als du mich mit deinen starken Armen
wieder nach oben ziehst
du küsst mich weiter
immer mehr
immer fordernder
ab und wann sanfter
deine Hände erkunden jetzt meinen Körper
jeden Zentimeter
wie bei unseren Liebesspielen
sie machten mich süchtig nach dir
sie entfachten meine Liebe nach dir
jetzt nimmst du mein Top
zerreißt es einfach in dieser dunklen Nacht
als ob es kein Morgen gäbe

ich gebe mich dir hin
nur dir
weil ich dir vertraue
eng umschlungen stehen wir
mit der Nacktheit unserer Körper
mein Zeitgefühl ist nicht mehr da
mein Gefühl
die Realität um mich herum wahrzunehmen
Genuß
Liebe
Sex
nurdu
meine Augen sind geschlossen
wie im Schlaf
wie in einem Traum


jetzt ziehst du mich an dich
ein heftiger Ruck
schmerzhaft er raubt mir die Sinne
Himmel was hast du getan
in meinem Ohr
höre ich dich noch leise flüstern
du bist mir und meiner Geliebten im Weg
ich muss dich töten
und wärenddessen das Blut
aus meinen Mundwinkeln rinnt
drehst du das Messer in meinem Rücken
noch einmal um 90 Grad
um dir deiner Sache
ganz
ganz
sicher
zu sein

dein letzter Kuß des Todes
auf meinem Mund
begleitet mich hinüber
in die Schwärze der Unendlichkeit



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Der Auftrag


still und wartend vor dem Telefon
seine Gedanken leer und ohne Inhalt
die Uhr an der Wand tickt unaufhörlich
hörbar
fast nervend in dieser Stille
der einzige Ton
der zu hören war


wann würde das Telefon endlich klingeln
und ihm die erlösende Nachricht bringen


mit seiner schmerzenden Hand klopfte er auf die Tischplatte
im Takt der Sekunden
1
2
3
4
5
6
7
mit seinen schmerzenden blauen Augen
sah er der Bewegung zu


endlich
das Telefon klingelte
er ging ran
die dunkle Stimme
sagte zu ihm
der Auftrag ist vollbracht
sie
gibt es nicht mehr
niemals wieder würde sie im unendlich wehtun
ihn körperlich mißhandeln
ihm blaue Augen verpassen
die Knochen brechen


Erleichterung machte sich in ihm breit
sein Leben konnte neu beginnen
dankbar zahlte er ihm am nächsten Tag
den Rest des Geldes
und verschwand für immer
aus seinem alten ich




Liebesbrief an einen

Mann den es nicht gibt



mein geliebte Rose meines Herzens

ich danke dir für deine zärtliche Liebe jeden Tag
du hast gesagt
hab keine Angst vor mir
du hältst mein zerbrechliches Herz in deinen Händen


deine wunderbare Rose erblüht in mir
und jeden Tag kommen neue hinzu
ihr Duft lässt mich weich und warm werden
meine Augen tragen den Glanz des Lebens und der Liebe
sie leuchten wie kleine Sterne
wenn sie dich erblicken


Hand in Hand gehen wir durch die Natur
verstohlen sehe ich dich von der Seite an
ein Blick
der verrät
daß ich mein Glück kaum fassen kann
deine Wärme in deinem Gesicht
gibt deinen Zügen einen lieben
und weichen Ausdruck
ich kann nicht aufhören
dich zu betrachten


du bist der Engel
der mit seinen Flügeln mein Leben berührt
du bist das Wesen
das mein Sein verändert
du bist die Bereicherung
die jahrelang fehlte


ich habe ein zufriedenes Leben
doch wieviel mehr wert ist dieses
mit dir
ich fühle mich stärker in meinem Herz
noch lebendiger als je zuvor
sensibler in meinem Tun


lass mich dein Halt sein
im Gewitter des Lebens
ein Fundament
auf das du bauen kannst
ein ruhiger Pol
der dem Sturm des Tages standhält


mit meinem Herz in deinen Händen
lass uns den Lebensweg fortsetzen
mit Hoffnung auf eine
wunderbare
erfüllte und
glückliche Zukunft




der Liebesbrief der

Vergangenheit



in den Händen halte ich einen Brief
von dir
meiner Vergangenheit
ich erinnere mich wieder an dein Gesicht
an deine Gestik
jetzt überlege ich
wie ich dich kennenlernte
ich weiß es nicht
vor 27 Jahren
vielleicht fällt es mir noch ein
ist es denn wichtig?
für meine Zukunft nicht
denn diese schreibt andere Zeilen
für mich
es ist eine gedankliche Reise zu einem Menschen
den ich liebte
der mich liebte
der Brief
er sieht aus
als sei er gestern geschrieben worden
du entschuldigst dich dafür
mich verletzt zu haben
heute habe ich keine Erinnerung mehr daran
du hast mich bewundert
geschätzt
verehrt
respektiert
über alles geliebt
heute bist du ein Fetzen einer
Erinnerung
in meinem Leben
damals hatten wir Träume
glaubten sie alle zu verwirklichen
damals
damals war ich noch jung
du hast mir die Welt zu Füßen gelegt
deine Liebe geschworen
deine Wärme gegeben
ja
wir haben auf dem Bett gelegen
wir haben uns ausgemalt
wie wir zusammen zum Himmel fliegen
die Welt erobern
damals
vor 27 Jahren
ich falte den Brief zusammen
er liegt auf dem Tisch
wie ein Relikt aus einer anderen Welt
die Reise in die Vergangenheit ist beendet
die Zukunft hat mich wieder
denn hier ist meine Welt





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das große Schweigen



ich schweige
um dich nicht zu verletzen
ich schweige
weil du mir egal bist
ich schweige
weil ich dich liebe
ich schweige
weil ich dich hasse
ich schweige
weil ich dich nicht verstehe
ich schweige
weil ich mich nicht traue
ich schweige
weil ich keine Worte finde
ich schweige
weil ich nicht weiß was ich will
ich schweige
weil ich sonst Ausreden benutzen müßte
ich schweige
lieber anstatt zu lügen
ich schweige
weil ich Angst habe
ich schweige
anstatt zu reden
ich schweige
aus Dummheit
ich schweige
weil ich dich ohne Worte verstehe

Schweigen

ist

die

Welt



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der tanz auf deinem

körper



in fahlem licht sehe ich deinen körper vor mir
der geruch von jasmin liegt in der luft
und mischt sich mit dem duft des verlangens
nach dir, nur dir...
ich sehe deine sehnigen muskeln
auf dem sich die kleinen härchen vor verlangen hochstellen
sie warten auf zärtlichkeit
auf meinen mund
auf meine zunge
vorsichtig beuge ich mich zu dir hinab
fahre mit den fingern ganz sanft durch dein haar
küsse dein ohr mit der sinnlichkeit der liebe
meine zunge berührt es sanft
schauer rinnen über deine haut
momente
auf die ich so lange gewartet habe
dich zu haben
dich zu lieben
dir deine wünsche zu erfüllen
mein mund begibt sich auf eine lange reise
über deinen körper
fährt hinunter zu deinem hals
meine haut spürt das pochen deiner adern
verlangen macht sich langsam breit
doch du musst still liegenbleiben
ganz ruhig
kannst du das?
meine zärtliche und auch fordernde reise geht weiter
über deinen rücken
du spannst deine muskeln an
als du meinen atem bemerkst
der immer schneller wird
meine finger massieren deine haut
überall
bis du vor sehnsucht aufstöhnst
jetzt
in diesem moment
gehörst du nur mir


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